Sa 12.1. - Sa 16.2.2008 im kunstwerkraum Winterthur
Aufmerksam geworden durch die Silbermedaille an der 37. Weltausstellung von Kinderkunst in Taiwan bekam Regula Schwarz Obrero vom kunstwerkraum Winterthur die Einladung, eine Ausstellung mit Kinderbildern zu gestalten.
Dreizehn Kinder gingen mit enormer Begeisterung und Herzblut in Ferienkursen ans Werk, keines verpasste je einen Tag. Das Wissen, auszustellen und ein schönes Bild malen zu wollen, wirkte sich auf die Kinder unterschiedlich aus. Einigen half es, ihre Schwierigkeiten mit Unterstützung anzupacken: Zum Beispiel ein Bild wirklich zu beenden, wo sie doch lieber schon längst das nächste begonnen hätten. Zwei Arten von Mischtechnik mit Künstlerfarben kristallisierten sich als wirkungsvoll heraus. Inhaltlich liess Regula Schwarz Obrero den Kindern beim Malen viel Raum für freien Ausdruck und ihre eigenen Themen. Kreativität bezeichnet die Fähigkeit schöpferischen Denkens und Handelns. Im Malen vollkommen vergessen, versunken und konzentriert zu sein weckt Lebendigkeit.
Im Ausstellungskonzept wird der ausgesprochen sorgfältige Umgang mit den Werken und den Kindern stark spürbar. Für die Ausstellung schrieb Regula Schwarz Obrero separate Kinder-Malgruppen aus. Von jedem Kind sind zwei Gemälde ausgestellt, weitere und ein Einblick in das künstlerische Wirken im Atelier im Farbraum vermittelt die Diaschau im Internet. www.farbraum.biz
Die Bilder überzeugen durch ihre Ausdruckskraft, Farbbrillanz und Authentizität. Sie sollen in der Ausstellung wahrgenommen werden, als Spiegel einer heranwachsenden Person im Sinne von Picassos Spruch: ".... wo doch für mich jedes Bild nicht ein Ende, nicht ein erreichtes Ziel, sondern ein glückliches Ereignis, eine Erfahrung ist."
Wussten Sie, dass sich sowohl Pablo Picasso wie auch Paul Klee gerne von Kinderbildern inspirieren liessen?
Als Mal- und Kunsttherapeutin GPK begleitet Regula Schwarz Obrero Erwachsene, Jugendliche und Kinder in Gruppen und Einzeltherapien.
Viele Kinder und Erwachsene kommen ins Malatelier, weil sie gern malen und spüren, wie wichtig das kreative Tun für ihr Wohlbefinden ist. Die Ausbildung der individuellen Kreativität wirkt entwicklungs- und gesundheitsfördernd.
Oftmals zeigt sich durch die Gestaltung eine andere Sichtweise und bewegt damit etwas. Andere geraten in eine Krise und möchten das therapeutische Gespräch mit einer erlebnisorientierten Methode vertiefen.
Die Maltherapie stärkt die Klienten in ihrer Selbstkompetenz und im Wissen, eigene Wege und Lösungen zu finden.
Das therapeutisch begleitete Malen wird in seiner präventiven Wirksamkeit erheblich unterschätzt. Folgende Gründe führen vermutlich dazu:
Als Pflegefachfrau HF mit Schwerpunkt Psychiatrie entdeckte sie mit der Maltherapie die ideale Kombination ihres Berufes und ihrer künstlerischen Ader. Nach der Ausbildung zur Mal- und Kunsttherapeutin gründete sie vor 15 Jahren das "Atelier im Farbraum" in Winterthur. Seit sieben Jahren engagiert sie sich im Vorstand des "Fachverband der Gestaltenden Psychotherapeuten und Kunsttherapeuten GPK" für die Etablierung der Mal- und Kunsttherapie.
Immer wieder konzipierte und koordinierte Regula Schwarz Ausstellungen und Projekte, z. Bsp. das integrative Kinderkunstprojekt "Umkreis", das den Brühlbergpark in einen abenteuerlichen und erlebbaren Ausstellungsraum wandelte. (2003 www.umkreis.ch )
An der 37. Weltausstellung von Kinderkunst in Taiwan (2006) wurden drei Bilder aus dem "Farbraum" ausgewählt für die Ausstellung und eins gewann Silbermedaille. ( www.kinderdorf.ch )
Mit ihrem Mann (der für diese Ausstellung die Diaschau gestaltete) und ihren beiden Kindern lebt und arbeitet sie in Winterthur unter einem Dach, das bietet dem Ehepaar Vorteile in der Kinderbetreuung und für gemeinsame Projekte (Gewinner des Wettbewerbs Kreiselgestaltung in Elgg, 2007).